Willkommen im Leben, liebe F's

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 Weiter unten die Vorstellung der einzelnen Welpen.

Die wöchentlichen Welpenfotos gibt es hier:

1. Woche

2. Woche

Fitzwilliam Darcy 

           "Willi"

Hätte ich noch 20 Jahre Züchterleben vor mir, es wäre keine Frage dass er bleiben würde. Ein absolut großartiger Rüde in einem wundervollen dark sable. Dies wird sicher noch etwas aufhellen, aber goldsable wird er mit Sicherheit nicht. Unbekümmert und seiner selbst sicher, ist er ganz der Sohn seines Vaters. Immer gut gelaunt mit einer unglaublich positiven Ausstrahlung. Ein kleiner Kasper.

Leider hat er auch die Neigung zu ungezügelter Schlemmerei geerbt. Ich habe ihn teilweise schon mit Gewalt von seiner Mutter entfernen müssen, von alleine hat er noch nie aufgehört. Ganz schlimm war es für ihn, als er mit seiner Schwester an den Zitzen die Milch in Fluss bringen sollte, und dann separiert wurde, damit die Kleinen sich satt trinken konnten. Er hat so lautstark protestiert, dass hier im Haus sämtlich Hunde durchdrehten, in dem sicheren Glauben, sie müssten unbedingt zur Welpenrettung herbeieilen.  

Fancy Day  

        "Fancy"

Sie ist der Hingucker dieses Wurfes. Was für eine schöne Zeichnung – auch wenn es mit Sicherheit einige gibt, die bei dem Anblick zu hyperventilieren anfangen – so viel Weißanteil geht gaaar nicht. Zumindest im DCC. Aber in die Zeiten von Toleranz und Offenheit passt sie natürlich. Das Leben ist bunt und schön und Fancy ist bunt und schön. Etwas ganz Besonderes.   Zurückhaltend wie ein englisches Fräulein ist sie allerdings nicht. Dafür hat sie ähnlich viele Bewunderer wie ihre Namensgeberin. Passt also. Sie ist allerdings, wie ihr Bruder Willi, nur etwas für aktive, und fröhliche Menschen.

Fleur Delacour  

            "Fleur"

Äußerlich ein zartes Seelchen, innerlich auch, allerdings sollte man sie nicht unterschätzen. Das passiert ja Tieren und Menschen gleichermaßen wenn sie klein und niedlich daher kommen. Und sie wird definitiv jeden Tag etwas niedlicher. Fleur wird wohl kaum wie Willi und Fancy eine Karriere als Preisboxer anstreben können, aber ich denke, sie wird sich ihr Plätzchen schon sichern. Klein ist schließlich nicht gleichbedeutend mit schüchtern. Sie hatte das Geburtsgewicht ihres unvergessenen Großvaters Theo. Dieses hat sich aber in Endeffekt zu einem tollen, großen Rüden entwickelt. Von daher ist hier noch viel Luft nach oben.

Felix Krull 

         "Felix"

Er hat seinen Namen Felix nicht umsonst bekommen, er kann jede Hilfe brauchen, die er kriegen kann.

Geboren wurde er als 3. Als kräftiger, wunderschöner Rüde. Und dann nahm das Verhängnis seinen Lauf:

Bei der Geburt seiner   Schwester, der kleinen Flora, die dann ja auch später verstorben ist, kam plötzlich nicht nur das normale Blut, sondern viel, frisches, hellrotes. Alarmstufe Rot. Ein Zeichen für eine akute Verletzung.  Bevor man überlegt hatte, was tun, hörte es auch schon wieder auf. Auch im Abschluss, als ich Nettje säuberte, sah alles gut aus. Kein Blut. Entwarnung, trotzdem wollte ich direkt am Tag darauf noch zur Kontrolle in die Klink fahren. Nachdem Nettje den Rest der Nacht friedlich und zufrieden mit ihren Welpen in der Wurfkiste geschlafen hatte, musste sie in den Garten sich lösen. Sie kam rein, wollte sich wieder zu ihren Kindern legen , knurrte und schnappte nach dem ersten Welpen der an die hintere Zitze wollte – Felix. Sie erwischte ihn in der rechten Gesichtshälfte, direkt unter dem Auge ein 1 cm langer, tiefer Riss. 1 cm bei einem so kleinen Wesen… Und schon wieder Blut, von Nettje und auch von Felix. Es ging sofort mit allen zusammen in die Tierklinik zur Notaufnahme.

Es ist völlig unklar, wie es dazu  kommen konnte. Ja, es waren sehr starke Wehen, 5 Stück nach 2 Stunden Pause, und ich dachte es käme ein besonders kräftiger Welpe.  Nettje hatte große Probleme damit.   Beim Austritt dachte ich noch, er ist riesig – und dann kam Fleur – 150gr schwer. Die Vermutung steht im Raum, dass Fleur in Querlage lag. Man wird es nie genau wissen. Eine Untersuchung von Nettje brachte zu Tage, dass während der Geburt die Vulva tief eingerissen war. Der Riss hatte sich notdürftig selbst geschlossen und durch die Bewegung sich wieder zu den Welpen zu legen, war es wieder aufgegangen. Diese Schmerzen hat seine Mutter automatisch mit ihm, der der Sache am nächsten war, in Verbindung gebracht.  

 

Ja, einschläfern von Felix war für die Ärztin durchaus eine Option. Was will man bei so einem kleinen, wenige Stunden altem Wesen auch machen? Der halbe Kopf war eine einzige Wunde. Es wurde versucht zu klammern, das hielt natürlich nicht, also Nachmittags noch einmal hin und   Versuch zu nähen. Auch das war leider nicht von langer Dauer. Also ließen wir den Dingen ihren Lauf. Felix wurde, ebenso wie seine Mutter, mit Schmerzmitteln versorgt und auch in der folgenden Woche war sichergestellt, dass er nichts spüren würde. Das war dann auch das geringste Problem, so unglaublich es sich anhört. Das Auge hatte sich geöffnet und inweit es in Zukunft beeinträchtigt sein wird, ist jetzt noch nicht einschätzbar. Die Schnauze schwoll an, er konnte nicht mehr normal atmen oder trinken und nahm rapide ab. Zudem war er natürlich durch die Ruhigstellung nicht wirklich im hier und jetzt. Fest steht, dass er Folgeschäden davontragen wird. Die Nase hat sich etwas verschoben und ich meine seine Bewegungen sind teilweise überdurchschnittlich unkoordiniert .  Was war ich glücklich, als er zumindest sein Geburtsgewicht wieder erreicht hatte!

Kann man es  Fügung nennen, dass ich für 2 Wochen völlig von der Außenwelt abgeschnitten war und mich weder im Internet informieren, noch austauschen konnte?

 

Mitte letzter Woche war ich soweit. Ich nahm mir vor, nochmal mit der Ärztin zu reden, über seine Chancen, seine Lebensqualität usw. Wohl wissend, dass ich dann wahrscheinlich einer Einschläferung zustimmen würde. Es war sein 11. Lebenstag, ich gab ihm sein Fläschchen und er sah mich an… Bislang haben meine Hunde immer an Tag 15-16 die Augen geöffnet. Ich weiß ja, es hört sich wie sentimentales Geschwafel an, kurz nach dem Öffnen können sie noch nichts erkennen oder fixieren. Aber er hat mir in die Augen gesehen…

Natürlich bin ich nicht zum Arzt gefahren.

Seit dem Tag ist Felix wach geworden, er agiert mit seinen Geschwistern und  ist ganz aufgeregt, wenn es Milch gibt. Er selbst weiß ja nicht, dass er körperlich eingeschränkt ist, also fühlt und benimmt er sich, als ob er ein ganz normaler kleiner Hund ist. Aufgeweckt, lebhaft und neugierig.

Natürlich müsste ich das jetzt hier alles nicht thematisieren, derartiges wird gerne unter den  Tisch gekehrt, aber es ist Leben. Sein Leben, und ich bin für ihn verantwortlich. Felix ist ein F, er gehört dazu. Selbstverständlich werde ich in ein paar Wochen noch einmal mit Ärzten versuchen seine Lebensqualität einzuschätzen und entsprechend handeln, wenn es nötig sein muss. Die Hoffnung stirbt zuletzt, also hoffe ich, dass sich zumindest das Schlimmste verwächst und er der glückliche, fröhliche Hund sein kann und als der er sich fühlt. Egal wie andere ihn sehen.